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Author: admin
• Montag, November 22nd, 2010

Gauner und Diebe gab es schon immer: Aus dem Mittelalter wissen wir, dass der Diebstahl florierte, wo immer es etwas zu holen gab – vorzugsweise während der Dunkelheit, wenn es auf den Straßen menschenleer war. Aber auch Ereignisse mit großer Menschenansammlung boten sich an: Hier wurden die eigenen Geldbeutel nicht immer bewacht, die Bevölkerung war abgelenkt. Öffentliche Hinrichtungen zum Beispiel eigneten sich ganz besonders gut dafür.
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Heute gibt es bei uns zum Glück keine öffentlichen Hinrichtungen mehr, Diebe jedoch nach wie vor. Trickdiebe suchen sich ihre Beute auch heute nicht nur bei öffentlichen Versammlungen, sondern vergreifen sich auch gerne an die Besitztümer in den Wohnungen anderer.

Betrüger und Einschleichdiebe sind freundlich, wirken vertrauenerweckend und nützen die Hilfsbereitschaft ihrer Opfer skrupellos aus, um sie zu bestehlen. Um in eine fremde Wohnung bzw. Haus eingelassen zu werden, werden meist folgende Tricks angewandt:

1. Der Papier- und Bleistift-Trick:
Täter oder Täterinnen wollen für angeblich nicht angetroffene Nachbarn eine Nachricht hinterlassen. Dazu fragen sie nach Schreibzeug sowie Papier und drängen auf eine Schreibunterlage in der Wohnung oder bitten das Opfer, die Nachricht selbst zu verfassen.

2. Der Glas Wasser-Trick:

Eine Dame, meist in Begleitung, klingelt an der Tür, täuscht Schwangerschaft, Übelkeit oder die Notwendigkeit einer Arzneimitteleinnahme vor und bittet um ein Glas Wasser.

3. Der Blumen- oder Geschenkabgabe-Trick:
Täter oder Täterinnen wollen für angeblich nicht angetroffene Nachbarn Blumen oder ein Geschenk abgeben. Dabei drängen sie darauf, die Blumen zu versorgen oder das Geschenk selbst zu verwahren.

4. Der Handwerker-Trick :

Offizielle Funktionen werden vorgetäuscht: Sie kommen beispielsweise angeblich als Handwerker, von den Elektrizitäts- oder von den Gaswerken, von der Hausverwaltung, von der Kirche,… Dabei kündigen sie ihren Besuch gelegentlich sogar vorher telefonisch an, um mögliche Bedenken schon im Voraus zu zerstreuen.

5. Der Spenden-Trick:
Täter und Täterinnen bitten um Spenden für eine „guten Zweck“. Sie verkaufen Weihnachtskarten weit über ihrem Wert, die angeblich Behinderte hergestellt haben. Weder die Ware, noch die Spende hat jemals ein Bedürftiger gesehen.

6. Der Glücksbote:
Ein vermeintlicher Angestellter der Pensionsversicherung erklärt, dass man zu wenig Pension ausbezahlt hätte. Um den Fehler zu bereinigen, benötige er angeblich Sparbuch und Losungswort!

7. Vorgetäuschte Notlagen verbinden die Diebe mit der Bitte…:
- wegen eines Wasserschadens im Haus nach einem Rohrbruch in der Wohnung suchen zu dürfen
- wegen einer Autopanne, eines Unfalls oder einer Erkrankung das Telefon benutzen zu dürfen
- die Toilette benutzen zu dürfen
- ein Baby wickeln oder füttern zu dürfen.

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