Ausgaben und Einnahmen im Vergleich
Wenn man das erste Mal in eine eigene Wohnung zieht, dann hat man meist eine konkrete Vorstellung, wie sie aussehen und was sie bieten soll. Man hat Vorlieben bezüglich Wohnungsstil und Wohngegenden. Und selbstverständlich sollte die Wohnung innerhalb der preislichen Vorstellung liegen.
Der wichtigste und augenscheinlichste Kostenfaktor ist der Kaufpreis der Wohnung vom Bett bis zum Schlafzimmerschrank. Dieser Posten macht den größten Betrag aus.
Doch mit dem Anschaffungspreis alleine ist es noch lange nicht getan. Frischgebackene Wohnungsbesitzer machen immer wieder den Fehler, die laufenden Kosten nach dem Kauf oder die Kaufnebenkosten nicht mit einzukalkulieren.
Bevor Sie sich für ein Eigenheim entschließen, stellen Sie daher sorgfältige Überlegungen und Kalkulationen an, damit Sie die Kosten nicht erdrücken und Ihnen die Freude an den neuen eigenen vier Wänden nicht genommen wird. Hier ein paar Tipps:
Rechnen Sie anfangs die laufenden Einnahmen zusammen. Dazu gehört das Haushalts-Nettoeinkommen aller Mitzahlenden. Sonstige regelmäßige Einkünfte können zum Beispiel Einkünfte aus Vermietung, Verpachtung, Rente, Unterhaltszahlungen, Kindergeld oder sonstigen Zuschüssen sein.
Haben Sie Geld gewinnbringend angelegt? Dann können Sie Kapitalerträge mit einberechnen. Aber bedenken Sie, dass langfristig gebundene Gelder nicht einfach bei Bedarf bzw. ohne Verlust für anfallende laufende Kosten eingesetzt werden können.
Stellen Sie nun die Einnahmen den Ausgaben gegenüber. Beim Kauf der Eigentumswohnung fallen neben dem Anschaffungspreis auch noch weitere sofortige und laufende Kosten an. Darunter fallen die finanziellen Konditionen für ein Darlehen (Zinsen, Rückzahlung) oder gegebenenfalls die Leasingraten. Auch auf eventuelle Gebühren für den Rechtsanwalt, der den Kaufvertrag aufsetzt, und die Provision für die Vermittlungsagentur dürfen nicht vergessen werden.
Der nächste große Posten auf der Kostenliste sind die laufenden Versicherungen. Neben der Hausratversicherung müssen auch die laufenden Versicherungsbeträge für das Auto, einer Unfallversicherung oder der Lebensversicherung bezahlt werden.
Zu den „normalen“ Lebenserhaltungskosten zählen Essen, Trinken, Kleidung, Körperpflege, Urlaub, Bildung und so weiter. Haben Sie auch an Nebenkosten wie Strom, Gas, Heizung, Kabelanschluss, TV, Telefon oder Treppenhausreinigung gedacht? Entstehen für die Garage Extrakosten oder ist sie im Kaufpreis inkludiert?
Mit dieser Einnahmen-Ausgaben-Rechnung haben Sie erst mal einen ersten wichtigen Schritt zur Finanzplanung geleistet. Im Internet finden Sie unter anderem unter bauratgeber24.de, degewo oder unter vdi-nachrichten einen Kostenrechner, um genauer auf Sie zugeschnittene Kalkulationen anstellen zu können.

Danke für die Infos. Ihr habt mir damit sehr weitergeholfen.