Um Strom im Badzimmer zu sparen, muss niemand seine Reinlichkeit vernachlässigen. Der bewusste Umgang und einige wenige Kniffe reichen schon, um übers Jahr gesehen enorme Energieeinsparung zu bewerkstelligen. Dabei ist es egal, ob Bade- oder Duschwannen, Durchlauferhitzer oder Boiler zum Einsatz kommen.

Foto: Karamellzucker
Mit warmen Wasser sparen ohne weniger zu haben
Der größte Energieverbrauch fällt in einem Badezimmer rund um die Versorgung mit warmen Wasser an. Grundsätzliches technisches Verständnis über die Art der Warmwasserbereitung sorgt bei entsprechendem Verhalten schon für eine enorme Reduzierung des Verbrauchs von Strom. Boiler oder Warmwasserspeicher halten ständig aufgewärmtes Wasser bereit, auch wenn die Versorgung durch eine Zentralheizung erfolgt. Kühlt es sich unter eine eingestellte Temperatur ab, wird es automatisch wieder erhitzt. Moderne Geräte verfügen über eine “Economy”-Funktion, die diesen Vorgang energiereduziert durchführt. Der Verbraucher sollte diese Einstellung wählen. Werden Bade- oder Duschwannen mit warmem Wasser gefüllt, ist das Zuführen von mit einem Wasserkocher erhitztem Wasser energieschonender als die Temperatur des Boilers höher zu stellen, der diese hohe Temperatur immer hält, auch wenn kein Wasser benötigt wird. Bei Durchlauferhitzern ist es sparsamer, erst sehr heißes Wasser einlaufen zu lassen und dann mit kaltem Wasser nachzufüllen. Grundsätzlich verbraucht ein Wannenbad ein Mehrfaches an Wassermenge als Duschen. Die Menge einer durchschnittlichen Wannenfüllung erlaubt rund dreißig Minuten Dauerduschen.
Hilfreiche Armaturen, Beleuchtung und Geräte kaufen
Die Ausstattung des Badezimmers mit wassersparenden Duschköpfen, Kurzspülungsfunktion in der Toilette und Niedrigwatt-Halogenlampen sind weitere Bausteine, um Kosten zu senken. Wer einen Heizstrahler, Fön oder sonstigen Stromverbraucher im Badezimmer anschließt, sollte nach modernen Geräten Ausschau halten und im Baumarkt oder Fachhandel immer den Energieverbrauch in die Kaufentscheidung einfließen lassen. Standby-Funktionen bei elektrischen Zahnbürsten sind überflüssig und ein Fön kann mit geringerem Verbrauch durch mechanische Mittel wie einer engen Luftaustrittsdüse vollkommen ausreichen. Heizstrahler oder andere Heizgeräte sollten nur unmittelbar vor der Badnutzung genutzt werden und danach wieder – bis auf einen gegebenenfalls notwendigen Frostschutz – ausgeschaltet werden. Details wie das Nichtlaufenlassen des Wasserhahns beim Zähneputzen oder Rasieren und die regelmäßige Kontrolle und Reparatur von defekten Dichtungen oder Isolationen komplettieren das “Sparprogramm”.

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